72 Stunden - The Next Three Days - Kritik

The Next Three Days

US/FR · 2010 · Laufzeit 133 Minuten · FSK 16 · Thriller, Kriminalfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Was würdet ihr tun wenn die Liebe eures Lebens zu unrecht lebenslänglich verurteilt worden wäre?

    Damit beschäftigt sich "72 Stunden". Auf teils minutiös Art & Weise zeigt der Film die Planung und Ausführung eines Gefängnisausbruchs durch einen cleveren Nomalo. Ich empfand diese Story/Idee als sehr innovativ & spannend. Zudem wurde (meist) viel Wert auf Realität gesetzt, was den Streifen mehr Seriösität verleiht. Erfrischend fand ich auch, dass dieses Mal kein Statham, Johnson oder Diesel die Hauptrolle übernahm bzw. ein eindimensionaler Muskelprotz mit besonderen Fähigkeiten.
    72 Stunden bietet Spannung, Seriösität, Realitätsnähe, Thrill, Dramatik, einen tollen Hauptdarsteller und eine grundsolide Story. Zum Ende hin driftet der Film allerdings etwas von seiner Grundstruktur ab und verfällt dem Hollywood-typischen Muster ("weniger ist mehr").

    Spannungsgeladener Thriller mit eine moderne starken Russell Crowe

    • 7

      Die Remake-Maschinerie spuckt ihr neuestes Baby aus: das Original ist ein franz?sischer Film bei der Diane Kruger die eingekerkerte Frau spielte ? klar also dass ich da kein Mitleid hatte. Hier ?bernimmt Elisabeth Banks eben jenen Part und obwohl ich die Frau an sich gerne sehe ist sie mir hier zuwider ? wie auch in der Rolle einer Frau die mehrfach sobald etwas nicht nach ihrem Kopf geht einen Selbstmordversuch macht? Eben. Ansonsten ist es ein routinierter Thriller der recht spannende Unterhaltung liefert sofern man die Vorlage nicht kennt, au?erdem ist es ratsam nicht ?ber alles mit Logik nachzudenken. Warum wird ein braver Familiendaddy von einer Sekunde auf die andere zum Killer? Da? man das nicht hinterfragt liegt daran dass Russel Crowe ?hnlich wie bei Robin Hood auf gigantische Weise schlechte Laune verbreitet. Klar, seiner Figur fehlt wirklich jeder Grund f?r Frohsinn und Heiterkeit, aber so ein miesmutiger Arsch c da soll ich zwei Stunden mitleiden / fiebern? Geht kaum. Zumal es erst im letzten Drittel richtig in die Vollen geht, vorher wird akribisch geplant und vorbereitet, das ist zwar ok und wichtig, aber erst wenn dann die titelgebenden drei Tage anbrechen gibt der Film endlich Gas. Im Kino wird der denke ich mal kein fetter Renner, aber auf DVD oder sp?ter mal als Tagestipp auf Pro7 findet er sicherlich sein Publikum. Die merken die Kitschschlu?szene auch erst am Ende c

      Fazit: Solider Thriller mit uninteressanten Hauptfiguren, daf?r im letzten Drittel mit gekonnter Hochspannung und sparsamer Action!

      • 6
        JanCoccotti 30.06.2017, 22:01 Geändert 30.06.2017, 22:35

        Ich verstehe, dass der Officer nicht unintelligent ist, und man kann ja auch zeigen, wie er durch Glück das Paar auf der Flucht entdeckt. Aber wie er bei diesen Massen das Paar durch eine Glasscheibe findet wirkt sooo fake. Vielleicht ist es nicht der Umstand sondern wie es umgesetzt wird. Das Ende hat dann noch jegliches Interessantes zerstört, schade. Crowe sowie die anderen waren solide, die Musik schrecklich.

        • 8
          Hiptronic 06.06.2017, 19:27 Geändert 06.06.2017, 19:28

          Gut gemachter und tadellos gespieltes Action-Drama, welches das Schicksal derjenigen zum Thema hat, die aufgrund ungünstiger Umstände durch's Netz der Institutionen rutschen. Methodisch betrachtet ein wenig überzogen, aber keineswegs undenkbar: Ein Hochschulprofessor befreit seine Frau aus einem Untersuchungsgefängnis, wo sie wegen Mordes einsitzt, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Wenn man bedenkt, wie viele Leute insgesamt im Vergleich zu anderen Ländern in den USA inhaftiert sind, kann man sich ungefähr vorstellen, wie hoch die Zahl derer ist, die dort nicht 'reingehören. Was bedeutet es für die Familien sowohl der Opfer wie der vermeintlichen Täter? Ist Selbstjustiz gerechtfertigt, wenn das eigene Land nicht für Gerechtigkeit sorgen kann? Soll man eine solche Tat lebenslang verfolgen oder genügt ein zehnjähriges Exil zur Verjährung? Nach einem langen Vorspann geht hier alles Ruckzuck - Russell Crow geht als "wildgewordener" Ehemann und Vater mit ungewöhnlicher Härte und Entschlossenheit vor. Die Abgründe, welche sich in der Beziehung beider zueinander ergeben, werden von Elisabeth Banks ebenso professionell reflektiert. Fazit: Ein gekonntes und zum Nachdenken anregendes Opus, bei dem man vielleicht ein Pabellón Criollo servieren könnte. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann sich auch mal an einem Chili mit schwarzen Bohnen versuchen. Ein guter, schwerer Roter lohnt sich auf jeden Fall als Getränk dazu.

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          • 8

            Gestern wurde mir wieder einmal bewusst, warum ich Filme am liebsten alleine oder mit einem schweigsamen Filmfreund schaue. 1. kann man den Film gucken, den man gucken möchte, ohne Kompromisse eingehen zu müssen, d.h. auch gerne mal ab vom Mainstreamkino. 2. kann man den Film genießen ohne ständig von Störungen, Nachfragen und Beschwerden á la "Oh wie unlogisch!", "Häh, wieso macht der das denn?", "Ich hätte das so gemacht..", "Kannst du mir mal die Chips geben?" gestört zu werden.
            Bezüglich Punkt 1 hatte ich Glück, da 72 Stunden eh auf meiner Liste stand, bei Punkt 2 leider nicht.
            Dennoch konnte mich der Film positiv überraschen, hatte einen typischen Liam Neeson Actionkracher erwartet. Stattdessen ließ sich der Film genug Zeit und erzählt eine intelligente und realistische Geschichte, die aber am Ende dennoch genug Fahrt aufnimmt. Klare Empfehlung, am besten alleine!

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            • 6

              [...] Mit "Dritte Person" hat Paul Haggis 2013 nun nicht eben einen umwerfenden Film geschaffen, in seiner nebulös-mysteriösen Ausrichtung mir aber einen der meistgelesenen Artikel meines Blogs beschert, weil wohl viele Leute fragend durch das Internet geistern auf der Suche nach Antworten zum Verständnis des Films. Drei Jahre zuvor ist Haggis‘ Thriller "72 Stunden – The Next Three Days" entstanden (schön, dass sich das deutsche Marketing die Mühe gemacht hat, dem Zuschauer auszurechnen, wie viele Stunden drei Tage haben) und geht hinsichtlich seiner Inszenierung einen deutlich geradlinigeren Weg, denn der Plot um einen Ehemann, der verzweifelt versucht, seine unschuldig hinter Gittern sitzende Frau zu befreien, lässt zu kaum einem Zeitpunkt auch nur den leisesten Zweifel daran aufkommen, dass sie die Tat nicht begangen hat. Nun macht eine stringentere Ausgestaltung aber nicht automatisch den besseren Film, denn ändert es nichts an der Tatsache, dass der Plot zuweilen reichlich zusammengeschustert wirkt und mehr als nur ein paar Fragen offen lässt, angefangen damit, dass mir die Verhaftung und Verurteilung deutlich zu hastig abgehandelt worden sind, auch wenn dadurch natürlich deutlich mehr Zeit bleibt, den eigentlichen Plot um den verzweifelten Ehemann zu entfalten. [...]

              • 5
                BossMarco 24.01.2017, 12:50 Geändert 24.01.2017, 13:15

                Typische 0815 Story mit einen guten Hauptdarsteller.
                Etwas Spannung kommt im Film schon auf, aber dies ist so ein Standard Thriller, mit wenigen Höhepunkten. Daniel Stern hat einen Gastauftritt im Film, schön ihn wiedermal in einem Film zusehen.
                Ich finde den Film nicht schlecht aber zu unspektakulär- alles schon mehr Fach und besser gesehen.

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                • 7

                  Dieses Sache mit den Erwartungen !!!

                  Hier hatte ich leider anscheinend zu hohe...alles ist ganz nett gemacht mehr aber auch nicht.
                  Cast spielt solide...
                  Spannung ist solide..
                  Action ist solide...
                  Auch das Verhältnis der beiden Dinge ist solide...
                  Logik...hier scheitert der Film für mich...er nimmt sich einfach zu ernst.
                  Man muss den Kopf schon... naja nicht offline aber besonders nachdenken sollte man hier nicht.
                  Liam Nesson sorgte für 5 Minuten Hoffnung verpuffte aber ganz schnell wieder.
                  Nach 133 Minuten muss man leider sagen...sein Auftritt ist sogar ein Ärgernis.
                  Einfach mal so für einen kleinen OHO Effekt reingestreut..naaaaajaaaa !!

                  Fazit :
                  Kann man sich durchaus geben...nicht zu viel erwarten mehr oder weniger das Handelsübliche was Hollywood so schön kann.

                  • 6 .5

                    Fazit: "The Next Three Days" hätte mir wirklich deutlich besser gefallen, wenn es nicht einige Fehler gegeben hätte. Negativ daran ist, dass die Handlung teilweise nicht schnell genug auf den Punkt kommt, die Figurenzeichnung nicht immer ganz plausibel ist und sich der Film allgemein etwas zu viel Zeit lässt. Die unnötigen Szenen sorgen auch noch für Unglaubwürdigkeit und das ist wirklich schade. Andererseits ist das Drehbuch teilweise trotzdem gut geschrieben, es gibt ordentliche Darsteller zu sehen und handwerklich gibt es daran wirklich nicht viel zu bemängeln. Die Atmosphäre besitzt etwas zu viel Drama, doch gerade hinterher wird das noch recht packend und spannend. Frei von Längen ist das somit keineswegs, aber von großer Langeweile kann man nicht sprechen. Es bleibt also ein solider Film, den man aber durchaus besser hätte machen können!

                    • 7

                      Spannende Mischung aus Action-Thriller und Familiendrama. Russel Crowe spielt sehr überzeugend einen verzweifelten Ehemann, der mit viel Geduld und Geschick den Ausbruch seiner Frau aus dem Gefängnis organisiert. Nebenher stellt sich die große Frage: ist sie wirklich eine Mörderin?

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                      • 10

                        Was tun, wenn die eigene Ehefrau als vermeintliche Mörderin hinter Gittern landet, weil eine Kette von unglücklichen Ereignissen sie schwer belastet ? Wenn klar ist, dass sie nie mehr frei kommen wird ?

                        Wir wissen, dass es Unschuldige in den Gefängnissen gibt und gab, die jahrzehntelang einsitzen ohne jede Chance auf Wiederaufnahme ihres Verfahrens. In denen einige wenige Indizien reichten, um sie schwer zu belasten. In denen die Ermittlungsarbeit mangelhaft war. Sie sind verurteilte Straftäter, und an diesem Schuldspruch kann niemand mehr etwas ändern.

                        John Brennan (Russell Crowe) droht als alleinerziehender Vater und Hochschuldozent daran zu zerbrechen. Er wagt einen Schritt, der ihn und seine Familie endgültig in die Illegalität und Kriminalität stoßen wird: Die Befreiung seiner Frau aus dem Gefängnis in Pittsburgh.

                        Warum ist dieser Film ein echtes Highlight in jeder Hinsicht ? Weil die Aktionen und Reaktionen aller Akteure absolut realistisch sind, da wird nichts zusammengesponnen oder übertrieben. Genau das macht den Film so stark.

                        Russel Crowe spielt unfassbar sensibel. Die ganze Verzweiflung und Verletzlichkeit, aber auch das Hinauswachsen über seine normale Bürgerlichkeit hin zu einem Kriminellen wird von ihm Oscarreif verkörpert.

                        Elizabeth Banks als seine Frau überzeugt ebenfalls durch enorm feinfühliges Spiel. Auch Brian Dennehy zeigt mit wenigen Gesten einfühlsam, wie ein Vater reagiert, wenn er den Plan des Sohnes durchschaut. Lennie James als Ermittler möchte man nicht als Gegenspieler haben.

                        Regisseur Paul Haggis (James Bond - Casino Royale) dreht kontinuierlich an der Spannungsschraube. Er weiß, ab wann nur noch das Tempo zählt, dem dann die Gefühlseinstellungen weichen müssen. Seine grösste Stärke ist nicht nur der Realismus, sondern die kleinen Gesten, die psychologisch allesamt richtig sind und den Charakteren absolute Glaubwürdigkeit verleihen. Bis in die Nebenrollen ist sein Reißer einfach Top besetzt.

                        Gleichzeitig schafft es Haggis, die filigrane Polizeiarbeit zu dokumentieren, aber auch, wie dicht die Ermittler an der Wahrheit vorbeischrammen. Und er macht deutlich: Wenn der Polizeiapparat anläuft, fragt niemand mehr nach Schuld – dann ist die Jagd eröffnet. Für die Polizei rennt dann eine Mörderin frei herum. Für uns ist es eine harmlose Ehefrau, die nur ihr Kind und ihre Familie wiedersehen will.

                        Der Score von Danny Elfman (Men in Black) ist Klasse.

                        Fazit: Geschmiedet aus einem Guß ! Volle Punktzahl !

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                        • 7 .5

                          Packender Thriller mit tollen Hauptdarstellern !!!!
                          Paul Haggis wieder mal mit einem super Drehbuch das sehr gut geschrieben ist, man ist gefesselt vor Spannung von der 1. bis zur letzten Minute !!!
                          War positiv überrascht, ein echter Geheimtipp für Prison Break Fans (fühlte mich daran erinnert).

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                          • 8

                            sehr spannender thriller, der aber einige zeit braucht um zu zünden.... top.

                            • 4

                              Der Thriller über einen Englischprofessor, der seine Frau mit allen Mitteln aus dem Gefängnis holen will, verzettelt sich trotz guter Schauspieler in einer Vielzahl von Motiven, Ungereimtheiten und teils lächerlichen Wendungen. [Patrick Seyboth]

                              • 7

                                Großartiger Thriller der zwar einige Zeit benötigt um auf Touren zu kommen, dann aber mit Vollgasspannung dem packendem Ende hinzurast.

                                Ich finde den Film phasenweise zu gewollt und zu wohlüberlegt, dies nimmt den Film stellenweise den reizt, da manches zu vorhersehbar und Schablonen Haft ist.

                                Russell Crowe spielt wiedermal außergewöhnlich gut, er allein ist hier einen Blick über manchmal etwas zähe 130 Minuten wert. Riesenüberraschung auch von mir an Brian Dennehy der hier stark Performt. Enttäuschend und für mich wenig überzeugend ist hier Elizabeth Banks, ihr Modepüppchenartiges Spiel wirkt nervig und ihr Mimik Reportoire ist hier minimiert.

                                72 Stunden ist kein Big Movie, aber allein des fabelhaften Russell Crowe sicherlich einen Blick wert.

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                                • 7

                                  72 Stunden - The Next Three Daysbietet gute Thriller und Dramakost mit Klasse Darstellern das sich mehr mit dem Aufbau des Plots beschäftigt als seine Zeit mit Actionszenen zu vertun. Die kommt heir relativ kurz aber dafür intensiv.
                                  Russell Crowe als Mann der bereit ist für seine Frau alles zu Opfern oder zu Riskieren war auf jeden Fall sehr stark dargestellt. Elizabeth Banks geht sowieso immer klar und auch hier als Justizopfer zeigt sie in ihrem Klasse Spiel aus Verzweiflung, Hoffnung, Liebe und Verlust des Familienlebens deutlich was sie drauf hat.

                                  Liam Neesons Rolle als der Ausbrecherkönig hätte allerdings ruhig etwas größer sein können als diese 2 Minuten im Film die natürlich auch direkt einen sehr großen Raum im Trailer bekommen haben.

                                  Das Ende was dann rekonstruierten Mord wie er wirklich war zeigt war schon richtig stark vor allem der Moment mit dem Knopf.

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                                  • 8 .5

                                    Ich finde diesen Film absolut gelungen. Er verbreitet in Form von Russell Crowe eine einmalige Stimmung die sich durch den ganzen Film zieht in Kombination mit der Filmmusik (vor allem Moby - "Mistake" absolut genial). Kann man bedenkenlos empfehlen :)

                                    • 6 .5

                                      Wer den Film noch gar nicht kennt, bitte nicht weiter lesen. :-)

                                      Anfangs noch als "Unschuldig-Hinter-Gittern"-Drama auftretend, wandelt der Film sich ab der Hälfte zu einem temporeichen Thriller. Dass dabei die Logik und Glaubwürdigkeit etwas überstrapaziert wird, macht "72 Stunden" immer dann zu schaffen, wenn sich das mit der ruhigen Inszenierung der ersten Hälfte beißt. Viel zu oft wähnt man sich in einem B-Movie, wenn sich Crowe plötzlich wild schießend und mit Hilfe von vielen, vielen glücklichen Zufällen durch Verbrecher und Polizisten kämpft. Dass Paul Haggis nun kein Mann der großen Subtilität ist, sollte allerdings schon bekannt sein. Größter Knackpunkt ist jedoch die Rolle Elizabeth Banks (die durchaus stark auftritt). Das Drehbuch versucht immer wieder plump Zweifel bezüglich der Unschuld zu sähen, doch bleibt es immer nur bei den zweifelhaften Versuchen. Dass zum Schluss dann auch noch mit dem Holzhammer erklärt werden muss, wie sich alles zugetragen hat, zieht den Film dann doch wieder deutlich ins Mittelfeld zurück. Unterhaltsamer, aber wenig geistreicher Thriller.

                                      • 7 .5

                                        Sehr guter Thriller, wenn auch zwischenzeitlich ein wenig langatmig. Schade ist auch das offen gehaltene Ende. So richtig aufgelöst (und damit die Schuld oder Unschuld Lauras bewiesen) wird der Fall leider nicht. Zwar hat unser Ermittler zum Ende hin dann endlich mal den lang erwarteten Geistesblitz, aufgrund fehlender Indizien nützt ihm dieser aber schließlich herzlich wenig. Dennoch bleibt "72 Stunden" sehenswert und bringt die Verzweiflung der Brennans wunderbar und zum Nachempfinden greifbar rüber.

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                                        • 7
                                          Frightened_Inm8_No.2 05.07.2015, 21:55 Geändert 05.07.2015, 22:38

                                          Durchschnittlicher Thriller, teilweise spannend, langweilt nicht. Ich fand die Idee ganz nett, dass mal ein ganz normaler Durchschnittstyp im Mittelpunkt steht, der sich seine Tricks aus YouTube zusammensuchen muss und immer mal wieder scheitert.
                                          Jedoch fehlt etwas, um sich von anderen Filmen abzuheben. Ich hätte mir zum Beispiel mehr Chemie zwischen den Hauptdarstellern oder am besten gleich eine andere Schauspielerin als Elizabeth Banks gewünscht. So fiel es mir sehr schwer mich in die Hauptfigur reinzufühlen. Eine besondere Atmosphäre wird auch nicht aufgebaut.
                                          Dann war mir noch gegen Ende nicht ganz klar, weshalb sich der Polizist, bei 6 bekannten Kriminellen in der Stadt die einen Prius fahren, plötzlich so sicher war, dass das Auto dem Ehemann (Beruf: Lehrer) einer Strafgefangenen gehört und ihm sofort auf den Fersen war. Auch finde ich, dass ein abgerissenener Knopf keine Unschuld beweist. Das war in meinen Augen eine kleine Logikschwäche, aber anscheinend die einzige, die sich der Film leistet.
                                          Kann man sich an einem gemütlichen Abend durchaus angucken, vergisst man aber anschließend sehr schnell wieder.

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                                            T.M.O. 25.06.2015, 20:17 Geändert 25.06.2015, 20:19

                                            Einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Seh ihn mir gerade zum 6. oder 7. mal an :).
                                            Der Streifen hat alles, was ich von 'nem 10er erwarte: Top-Schauspieler, eine originelle, spannende Story, coole Cops und das gewisse Etwas.
                                            Immer wieder gerne!

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                                            • 8 .5

                                              "Wenn Sie das wirklich wollen, müssen Sie sich fragen, ob Sie das auch können. Wenn Sie es nicht können, lassen Sie es lieber, sonst wird nur jemand getötet."
                                              --Damon

                                              Ein spannender Thriller von Oscargewinner Paul Haggis mit einem wie immer herausragenden Russell Crowe, einem atmosphärischen Soundtrack, der Emotionen weckt und vielen überraschenden Wendungen.

                                              Einen Namen hat sich Paul Haggis als Regisseur und Drehbuchautor mit Filmen wie "L.A. Crash" und "Million Dollar Baby" gemacht. Und auch mit "72 Stunden" zeigt er, dass wir noch den ein oder anderen guten Film von ihm erwarten dürfen.

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                                              • 7

                                                Russel Crowe spielt richtig gut. Er überzeugt mich immer wieder in seinen Rollen und so trägt er diesen Film auch im Alleingang. Die Wandlung vom verzweifelten Familienvater zum abgebrühten Ausbruchshelfer hat er super dargestellt. Leider ist die Story des Films sehr langatmig und kann nur eine handvoll spannende Momente aufweisen.
                                                Die letzte halbe Stunde des Films ist dann allerdings sehr rasant inszeniert und sorgt für einen guten abschließenden Adrenalinschub.

                                                • 6

                                                  Ein recht simpler und gestrickter Thriller mit guten Darstellern!
                                                  Die Geschichte hört sich realistisch wie auch erschreckend an! Wie reagiert man auf so eine Verurteilung? Würde man das gleiche tun, für seine grosse Liebe? Diese Fragen sind eigentlich moralisch und selbstverständlich.
                                                  Russell Crowe nimmt dieses Spiel sehr ernst und man leidet wirklich mit ihm, wie er seine Frau zu retten versucht. Auch Elizabeth Banks spielt recht stark. Bei ihr sieht man auch, dass sie auch ernstere Rollen spielen kann oder auch spielen soll! Denn, wenn sie nur auf diesem Comedy Genre bleiben soll, kann man sie nicht so wirklich ernst nehmen. Ein kleines Schmunzeln gibt es von Liam Neeson: Bei seinem kleinen Auftritt in einem Cafe und wie er Crowe ein paar Tipps gibt, ist einfach Cool!
                                                  Das Grundrezept dieser Geschichte ist brisant und spannend. Nur leider hat es ein paar Hänger drin, dass den Film ein bisschen Drive wegnimmt.
                                                  Fazit: Gut gespielte Schauspieler in einem spannenden Fall, nur leider schwach erzählt!

                                                  • 8 .5

                                                    72 Stunden gehört für mich zu den Filmen die unter anderem durch einen starken Soundtrack richtig gut werden, und damit meine ich vor allem die beiden Lieder von Moby, die in der zweiten Hälfte des Films einsetzen. Hätte man nicht besser wählen können. Bei jedem Mal Schauen bekomme ich an diesen Stellen Gänsehaut, unglaublich passende Filmmusik in Verbindung mit den Bildern. Dazu kommt natürlich noch eine richtig spannende und mitreißende Handlung mit zwei Hauptdarstellern, die ich eh sehr schätze. Die beste Leistung von Elizabeth Banks die ich bisher von ihr kenne. Selbst nach mehrmaligem Schauen verliert der Streifen nicht an Reiz. Sehr hoher Wiedersehwert!
                                                    Auch das französische Original „Ohne Schuld" mit Diane Kruger ist absolut sehenswert, konnte mich aber nicht ganz so mitreißen wie die amerikanische Neuauflage.

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